Wokpfanne mit Keramikbeschichtung

Keramik-Wok "Wuhan" von Silit
Keramik-Wok „Wuhan“ von Silit

Die Idee einer Wokpfanne bringt die Tradition der asiatischen Wok-Küche über offenem Feuer mit den Kochgewohnheiten westlicher Köche zusammen.

Mit modernen Beschichtungen gelingt schonendes, zutatengerechtes und aromatisches Braten. Der hohe Pfannenrand ermöglicht sogar ganz spannende Brat- und Kochvarianten für kreative Küchenexperimente aus aller Welt.

Wok-Pfannen mit Keramik-Beschichtung sind eine Weiterentwicklung der klassischen Keramikpfanne, die ja nun schon seit einigen Jahren in Deutschland genutzt werden.

Wir gehen in diesem Beitrag auf alles Wissenswerte rund um Woks ein. Verschiedene Wokpfannen mit keramischer Antihaftbeschichtung haben wir zudem etwas ausführlicher vorgestellt:

Aufbau einer Wokpfanne

Ein Wok zeichnet sich durch seine halbrunde Form aus. Prinzipiell sieht diese asiatische Pfannenform wie die Kappe einer Kugel oder beinahe eine Halbkugel aus. Wände und Boden sind gleich dick und direkt aus einem Stück gearbeitet. Zwei Henkel oder eine Griff mit langem Stiel erleichtern das Hantieren mit dem Gargut und das Bewegen des Woks auf dem offenen Feuer.

Auf einem Herd westlicher Küchen gelingen damit aber nicht die gewünschten Gareffekte.

Klassischer Wok
Klassischer Wok (Foto: Caureus, Own work CC BY-SA 3.0, Wikimedia)

Deshalb haben die großen Markenhersteller von Küchengeschirr eine neue Pfannen-Wok-Variante entwickelt: Die Wok-Pfanne mit dem hohen, gewölbten Rand des Wok und einem modernen Pfannenboden. Statt zweier Henkel wird diese Wokpfanne am gewohnten Pfannenstiel bewegt.

Bewährte Materialien und Beschichtungen

Der traditionelle Wok aus Asien besteht meist aus Gusseisen, in moderneren Varianten aus Carbonstahl oder Kohlenstoffstahl.

Eine Wokpfanne dagegen kann durchaus auch aus Aluminium oder Edelstahl gefertigt sein. Unterschiede zeigen sich bei den verschiedenen Wärmeleitwerten. Während Aluminium Wärme am kürzesten speichert, muss bei Wokpfannen aus Gusseisen rechtzeitig das Gargut entnommen werden und die Hitze unter der Pfanne abgestellt werden, um verbrannte Speisen zu verhindern. Weiter entscheidet eine Beschichtung darüber, ob Röstaromen willkürlich entstehen oder je nach Speise vermieden werden.

Moderne Beschichtungen sind Teflon und Keramik, wobei keramische Beschichtungen wegen ihrer besseren Eigenschaften immer beliebter werden.

Material des Wokpfannen-Körpers

Das Material für den Korpus einer Wokpfanne ist nicht grundsätzlich identisch mit dem Pfannenboden. Vor allem Wokpfannen mit Allherdboden sind am Boden mit mehreren Schichten wärmeleitender und gut hitzeverteilender Materialien ausgestattet.

Gusseisen ist hierfür weiter beliebt, für Einsteiger in die Welt der Wok-Küche allerdings anfangs ein Erfolgsrisiko.

Aluminium macht Wokpfannen leicht, hat aber schlechtere Speicherwerte. Da die Wokpfanne vor allem hinsichtlich ihres Randes anders als sonstige Pfannen ist, können sich erfahrene Hobbyköche bei der Materialauswahl durchaus auf ihre bisherigen Erfahrungen mit Küchengeschirren verlassen. Trend sind schwerere Materialien wie Carbonstahl oder Edelstahl.

Vorteile der keramischen Beschichtung

Keramische Beschichtungen in einer Wokpfanne sind nahezu unzerstörbar, auch unter den oft großen Hitzebedingungen in der Wokküche. Sie halten mechanische und thermische Einflüsse aus, bleiben geschmacksneutral und können säurebeständig eingesetzt werden. Vor allem sorgt die Keramik für eine gleichmäßige Hitzeverteilung auf dem Boden und an den Wänden der Wokpfanne. Außerdem ist die Reinigung solcher Küchengeschirre ohne Einbußen bei der Beschichtung in der Spülmaschine möglich.

Herkömmliche Antihaftbeschichtungen auf Kunststoffbasis gelten auch bei Wokpfannen inzwischen als teilweise umstritten. Hier sollte auf Modelle ohne gesundheitsbedenkliche Inhalte geachtet und stets nur mit Holzbesteck und eher geringen Brattemperaturen gearbeitet werden. Allerdings bieten die Marktführer solch wenig strapazierfähigen Beschichtungen nur noch im Niedrigpreisbereich an und arbeiten speziell bei Wokpfannen kaum damit.

Das Einbrennen einer Wokpfanne ist die klassische Art, eine Antihaftwirkung in einem gusseisernen Modell zu erzielen. Bei der Reinigung solcher Varianten sollte sparsam mit Spülmitteln vorgegangen und die Einbrenne regelmäßig erneuert werden. Bei Wokpfannen mit keramischer Beschichtung ist ein Einbrennen natürlich nicht notwendig.

  • Hochwertige Antihaftbeschichtung
  • Sehr gute Brateigenschaften, auch geeignet zum Frittieren
  • Leicht und einfach zu reinigen
  • Kein Einbrennen notwendig

Zubereitungsvorteile mit der Wokpfanne

Zum Braten und Anbraten von Speisen in einer Wokpfanne sind kaum Öl oder Fett nötig. Ebenso können Gemüse und Fleisch wie im klassischen Wok scharf angebraten werden und behalten dabei besonders viel des unverfälschten Eigenaromas.

Gemüse im Wok
Gemüse im Wok

Beim Dämpfen in der Wokpfanne kann mit einem Dämpfereinsatz Gargut über dem statt im Wasser gedämpft werden. Soll eine Speise stattdessen gedünstet werden, sind Wokpfannen mit Deckel empfehlenswert. Nach asiatischem Vorbild können die Modelle auch zum Frittieren verwendet werden, beispielsweise für knusprige Wan Tan Taschen, leckere Frühlingsrollen oder Obst, Gemüse oder Fleisch.

Spezielle Kochbücher für die Wokpfanne beschreiben, wie Suppen und Reis darin vitaminschonend, fettarm und schmackhaft zubereitet werden können.

Checkliste für die Auswahl der optimalen Wokpfanne

Eine besonders häufig gut bewertete Wokpfanne ist nicht zwangsläufig die optimale Wahl nach individuellen Voraussetzungen. Dagegen kann mit Hilfe der Antworten auf die folgenden Fragen zielgenauer ausgewählt werden:

Welche Herdart steht langfristig als Hitzequelle für die Wokpfanne zur Verfügung?

Auf Elektro- und Gasherden sind die meisten Wokpfannen problemlos einsetzbar. Wer allerdings auf Induktionsherden garen möchte, sollte auf einen sogenannten Allherdboden achten. Ein induktionsfähiges Material in den Pfannenböden sorgt dabei für die gute Wärmeverteilung.

Welche Beschichtung ist für die Wokpfanne am besten geeignet?

Speisen in einer Wokpfanne werden unter teilweise sehr hohen Temperaturen gebraten und gegart. Dementsprechend muss eine geeignete Beschichtung auch Grilltemperaturen aushalten, dabei eine gute Antihaftwirkung behalten und soll sich leicht reinigen lassen. Am besten erfüllt eine keramische Beschichtung in der Wokpfanne diese Ansprüche. Wer lieber weniger hohe Preise zahlen möchte, findet mit gusseisernen Modellen zum Selber einbrennen eine preisgünstige, langlebige und gleichfalls extrem robuste Variante.

Mehr Informationen zu den verschiedenen Beschichtungen von Pfannen haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Wie ist die Aufbewahrung der Wokpfanne daheim gelöst?
Zu beachten ist bei dieser Art von Küchengeschirr der hohe Platzbedarf für die Aufbewahrung. Wäre der Rand einer Wokpfanne nicht gewölbt, ließe sie sich gut stapeln. Aber dann würden auch nicht die gewünscht unterschiedlichen Temperaturbereiche für das punktgenaue Garen entstehen. Günstig wäre eine Aufhängelösung, wie sie zu historischen Zeiten unter Treppen oder an Kellerzugängen geschaffen wurde. Ansonsten hilft nur die Einzeleinstellung im Schrank, bei optisch ansprechenden Modellen eventuell gleichzeitig als sehenswerte Küchendekoration zur offenen Aufstellung.

Ist eine leichtere oder schwere Wokpfanne besser für die Kochergebnisse?

Jeder Koch weiß, dass das Gewicht eines Küchengeschirrs deutliche Auswirkungen auf die Handhabung und dessen Material auf die Garergebnisse haben kann. Wer vorher gut mit Gusseisen umgehen konnte, schwört auch bei der Wokpfanne auf dieses schwere Material und dessen gute Wärmeverteilungs- und -speichereigenschaften. Wer lieber leichte Pfannen schwenkt, wird sich auf die Handhabung einer Aluminiumpfanne einfacher umstellen.

Welches Zubehör empfiehlt sich zusätzlich für die Wokpfanne?

Zubehör wie Ablageroste und Deckel sind bei den Modellen der Marktführer oft kostenlos im Lieferumfang enthalten. Optional können Ausstattungen wie Glasdeckel mit Dampfaustritt, Chopsticks, Dämpfereinsätze oder Holzwender einzeln nachgekauft werden. Praktisch zum Ausprobieren und für kostengünstige Anschaffung sind Wokpfannen-Sets, bei denen solche Zubehöre Teil des Gesamtpakets sind.

Fazit: Eine Wokpfanne hat ähnliche Gareigenschaften wie ein klassischer Wok, eignet sich allerdings mit ihrem flacheren Boden gut für Herde statt nur für offenes Feuer. Die besten Modelle sind bereits mit ferromagnetischen Böden ausgestattet und somit auch auf Induktionsherden hochwertige Küchengeschirre. Die Garmöglichkeiten mit der Wokpfanne können als Kombination klassischer Bratpfannen und Kochtöpfe betrachtet werden.
Da die keramische Antihaft-Beschichtung sehr hohe Temperaturen verträgt, eignen sich Keramik-Woks ideal für asiatisch inspirierte Gerichte. Zudem kann man mit sehr wenig Öl kochen, was in Verbindung mit den geringen Garzeiten eine sehr gesunde und ausgewogene Ernährung ermöglicht. Nicht ohne Grund schwören viele Fernsehköche auf die bewährten Woks.