Keramikpfannen & Gesundheit

Häufig erreichen uns Fragen zur gesundheitlichen Unbedenklichkeit von Keramikpfannen. Häufig geht es hier um die Frage, ob der Verzehr von Essen, das in einer Keramikpfanne zubereitet wurde, schädlich ist. Eine andere Frage beschäftigt sich mit möglich Dämpfen, die beim Braten entstehen könnten.

Beispiel einer Beschriftung von Keramik-Pfannen
Hinweis des Herstellers BIO-LON: „PTFE/PFOA frei“

Die Beschichtung von Keramikpfannen enthält im Gegensatz zu anderen Antihaftbeschichtungen keine gesundheitlich bedenklichen Stoffe. In diesem Zusammenhang sind zwei Abkürzungen relevant: PTFE und PFOA. Das Bundesamt für Risikobewertung gibt an, dass es ab einer Pfannentemperatur von 360 °C bei Pfannen, die eine Beschichtung mit diesen Stoffen haben, zu giftigen Ausdünstungen kommen kann. Die Angst vor solchen Dämpfen ist daher nicht unbegründet. Es wird empfohlen, leere Teflonpfannen auf keinen Fall länger als 3 Minuten zu erhitzen.

Keramikpfannen enthalten diese Stoffe nicht. Sollte die leere Keramikpfanne doch einmal versehentlich erhitzt werden, kommt es nicht zu gesundheitsschädlichen Ausdünstungen.

Mehr Informationen zu PTFE und PFOA

PTFE ist ein kälte-, wärme- und chemikalienbeständiger sowie nichthaftender und nicht brennbarer Kunststoff. PFOA ist ein Emulgator, der früher bei der Herstellung von Antihaftbeschichtungen genutzt wurde. Im Juni 2017 wurde durch die EU-Kommission ein Beschränkungsverfahren abgeschlossen. Ab dem 4. Juli 2020 darf PFOA nicht mehr hergestellt und in Verkehr gebracht werden. (Quelle)

Keramikpfannen enthalten neben dem Teflon-Grundmaterial PTFE auch nicht den früher genutzten Emulgator PFOA, der von verschiedenen Experten als problematisch betrachtet wird. Viele Hersteller werben zudem damit, dass ihre Keramikpfannen bis zu 400° Celsius erhitzt werden können. (Achtung: Speiseöl brennt bei soclhen hohen Temperaturen. Lesen Sie dazu den Artikel Welches Öl zum Braten wirklich geeignet ist.)

Ist die Teflonbeschichtung giftig?

Teflonpfanne
Pfanne mit sog. Teflon-Beschichtung. (Foto: von AndrevanEigenes Werk, CC BY-SA 2.5, Wikimedia)

Pfannen die PTFE enthalten, sollen an dieser Stelle nicht verteufelt werden. Der Emulgator PFOA findet nur noch selten Anwendung, da in verschiedenen Studien nachgewiesen wurde, dass der Stoff krebeserregend ist.

Im Internet findet man ausreichend Informationen, aus denen hervorgeht, dass beim normalen, also nicht zu heissen Braten mit einer beschichteten Pfannen keine schädlichen Dämpfe frei werden.

Unbestritten ist jedoch auch, dass solchen Pfannen zerkratzt werden können und bei zu hohen Temperaturen Dämpfe freisetzen. Bei ungenügender Belüftung in der Küche (zum Beispiel wenn keine Fenster vorhanden ist) besteht für Menschen die Gefahr einer Vergiftung durch Einatmen dieser Dämpfe. Das Verschlucken von Teilen der Beschichtung gilt als unbedenklich.

Bereits bei Temperaturen über 360 °C bilden sich giftige Dämpfe aus fluorierten Verbindungen und Partikeln. Atmet man diese ein, können sie grippeähnliche Symptome, das sogenannte Teflonfieber (Polymerfieber), verursachen. Bundesamt für Risikobewertung

Fazit: Wer mit dem Gedanken spielt sich eine Keramikpfanne zu kaufen, der muss sich um eine potentielle Gefährung durch PTFE keine Gedanken machen. Wir empfehlen grundsätzlich Pfannen nicht zu stark zu erhitzen. Fängt das Öl an zu qualmen, ist der Rauchpunkt überschritten. Wenn Sie Teflonpfannen nutzen, sollten Sie diese niemals leer erhitzen. Gleiches gilt auch für Keramikpfannen, wenngleich hier keine Dämpfe entstehen können.