Die 8 häufigsten Fragen zu Keramikpfannen

Uns erreichen regelmäßig Fragen zu Keramikpfannen, die sicherlich auch anderen Hobbyköchen durch den Kopf gehen. Diese Fragen möchten wir an dieser Stelle gerne umfassend beantworten.

Die häufigste Frage, die uns direkt gestellt wird oder in Frage/Antwort-Foren auftaucht, ist ganz allgemeiner Natur:

1. Was ist überhaupt eine Keramikpfanne?

Spricht man von einer Keramikpfanne, meint man meistens eine Bratpfanne mit keramischer Beschichtung. Es handelt sich also nicht um Pfannen aus Keramik, sondern um Pfannen aus Aluminium oder Edelstahl mit einer keramischen Antihaftbeschichtung.

Der Aufbau einer solchen Pfanne unterscheidet sich nicht von anderen beschichteten Pfannen.

Die Keramikpfanne besteht aus:

  1. Pfannenkörper aus Aluminium oder Edelstahl
  2. Pfannenboden (entscheidend für die Nutzung mit Induktionskochfeldern)
  3. Griff (in der Regel aus Kunststoff, seltener aus Holz)
  4. Antihaftbeschichtung (häufig mehrlagig mit einer darunter liegenden Schutzschicht)

die Innenbeschichtung ist häufig weiß – es gibt sie jedoch auch in anderen Farben. Für die Brateigenschaften ist das unerheblich.

Keramikpfannen in verschiedenen Farben
Keramikpfannen in verschiedenen Farben

2. Taugt die Antihaft-Beschichtung?

Antihaft-Beschichtungen kennt man aus dem Bereich der Bratpfannen schon länger. Besonders bekannt sind Bratpfannen mit einer auf Kunststoff basierenden Beschichtung. Besonders geläufig ist hier die Bezeichnung „Teflon-Beschichtung“.

Bratpfannen mit einer keramischen Antihaft-Beschichtung haben dieselben Eigenschaften wie Kunststoff-Antihaft-Bratpfannen. Der große Vorteil liegt jedoch im verwendeten Material. Es handelt sich nicht um eine Beschichtung auf Kunststoffbasis (Die Schlagworte sind hier die Abkürzungen PFTE und PFOA. Hier finden Sie mehr Informationen zu diesen Begriffen und zur gesundheitlichen Unbedenklichkeit von Keramikpfannen.)

Seit einigen Jahren haben sich Keramikpfannen in vielen deutschen Haushalten bewährt. Ein Vorteil der Antihaft-Beschichtung aus Keramik ist im Gegensatz zu Teflon-Pfannen die höhere Hitzeverträglichkeit der Beschichtung.

Pfannen mit einer keramischen Beschichtung können bis zu einer Temperatur von 400 Grad Celsius erhitzt werden. Die Nutzung eines Pfannenwenders zur Schonung der Beschichtung ist empfehlenswert.

Achtung: Obwohl die Beschichtung von Keramikpfannen sehr hohe Temperaturen verträgt, können Öl und Lebensmittel bei diesen hohen Temperaturen verbrennen!

Insbesondere kaltgepresste Öle sollten zudem nicht zum Braten in Keramikpfannen genutzt werden.

3. Gibt es auch „echte“ Pfannen aus Keramik?

emaillierte Pfanne
emaillierte Pfanne

Bratpfannen mit einer Emaille-Beschichtung sind sozusagen „echte“ Keramikpfannen. Emaille ist eine glasartige Schutzschicht, die bei etrem hohen Temperaturen auf den Pfannenkörper aufgetragen wird.

In den 1960er Jahren waren diese Pfannen sehr beliebt. Die hochwertige Verarbeitung (zum Beispiel ein Teakholz-Griff) machen diese Pfannen auch heute noch begehrt. Im Handel finden man Emaille-Pfannen jedoch eher selten.

Die verwendete Keramik dieser Pfannen hat keinen Antihaft-Effekt. Eine solche Pfanne richtet sich an den ambitionierten Koch, der viel Wert auf Röstaromen legt.

Der NDR hat vor einigen Monaten solche Pfannen getest – das kann man hier nachlesen.

4. Was muss man beim Kauf einer Keramikpfanne beachten?

Zunächst einmal muss man die richtige Pfanne für seinen Herd kaufen. In der Regel funktionieren Keramikpfannen mit allen Herdarten – mit Ausnahme von Induktionsherden.

Auf diesen Herdarten funktionieren Keramikpfannen auf jeden Fall:

  • Elektroherd
  • Gasherd
  • Glaskeramik-Kochfeld (umgangssprachlich Ceranfeld)

Diese Herdarten sind in Deutschland am weitesten verbreitet. Die Hersteller geben allerdings auch explizit an, für welchen Herd ihr Produkt geeignet ist. Hier auf Keramik-Pfanne.de haben wir es uns zur Gewohnheit gemacht, bei jeder Pfanne anzugeben, mit welchen Herdarten diese „funktioniert“.

Ob eine Pfanne auch mit einem Induktionskochfeld funktioniert, liegt am Pfannenboden. Hochpreisige Modelle haben in der Regel einen Sandwichboden, der für diese moderne Herdart geeignet ist. Leider haben nicht alle Herstelle die Herdart-Piktogramme auf ihren Pfannen.

Pfannenboden der Culinario Keramikpfanne
Pfannenboden der Culinario Keramikpfanne

5. Gibt es Probleme mit meinem Induktionskochfeld?

Nutzt man jedoch ein Induktionskochfeld, muss man genauer hinschauen. Erstaunlich viele Kunden sind unzufrieden, weil die Keramikpfanne ihrer Wahl nicht mit dem Induktionskochfeld funktioniert.

Häufig wird die Pfanne gar nicht heiß oder nur lauwarm. Das liegt am Boden, da dieser durch Wirbelströme erhitzt wird. Der Pfannenboden muss ferromagnetisch sein.

Es empfiehlt sich vor dem Kauf auf die Hinweise des Herstellers zu achten. Besonders leicht erkennt man solche Pfannen an dem Spulensymbol.

6. In welchen Größen gibt es die Pfannen?

Keramikpfannen gibt es in verschiedenen Formen und Größen. Die klassische Bratpfannen-Form gibt es in den Durchmessern von 20 cm – 32 cm. Die am häufigsten genutzte Variante ist eine Pfanne mit einem Durchmesser von 28 cm – gemessen an der Oberkante der Pfanne.

Andere beliebte Formen sind die hohe Schmorpfanne, der Eckbräter und die asiatisch inspirierten Wokpfannen.

7. Was kosten Keramikpfannen?

Keramikpfannen gibt es in allen Preisklassen. Einzelne Pfannen bekommt man zum Teil schon für 10 Euro, Sets aus drei Pfannen für circa 50 Euro.

Markenhersteller wie Silit und WMF sind teurer. Die Preise schwanken bisweilen, daher haben wir einen automatisierten Preisvergleich eingerichtet. Hier findet man die tagesaktuellen Preise der beliebtesten Keramikpfannen.

8. Warum lässt die Antihaft-Wirkung nach?

Die Hersteller von Keramikpfannen werben gern damit, dass man mit einer solchen Pfanne viel weniger Fett zum Braten benötigen würde. Das ist grundsätzlich auch nicht falsch, denn durch die Antihaftbeschichtung kleben Speisen nicht so schnell an und man benötigt weniger Fett.

Mit der Zeit nimmt dieser Effekt jedoch ab, viele Kunden sind daher verärgert. Häufig ist jedoch nicht die Pfanne schuld, sondern das genutzte Öl.

In Keramikpfannen sollte man kein kaltgepresstes Öl erhitzen. Häufig wird in Deutschland Olivenöl als Brattfett genutzt. Dieses Öl hat aber einen viel niedrigeren Rauchpunkt als andere Fette, wodurch es auch schlechtere Brateigenschaften hat.

Die Nutzung von kaltgepressten Ölen führt dazu, dass sich an der Oberfläche Rückstände sammeln und die Antihaft-Wirkung der Keramikpfanne abnimmt.

Rückstände von kaltgepresstem Öl in der Keramikpfanne
Rückstände von kaltgepresstem Öl in der Keramikpfanne